Sprachencurriculum und Modularität

Damit das Curriculum individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht werden kann, muss es möglich sein, die  Lernwege zu differenzieren. Dies gilt auch für das sprachliche Curriculum, in dem die Lernziele im Sinne mehrsprachiger und plurikultureller Kompetenzen beschrieben werden, wie es der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen vorsieht. Der Referenzrahmen setzt sich für mehrsprachige und plurikulturelle Curricula ein, in denen sich die für verschiedene Sprachen und Kulturen erworbenen Lerninhalte integrieren, wobei in den verschiedenen Sprachen unterschiedliche und partielle Ziele verfolgt werden: differenzieren kann man  z. B. die sprachlichen Aktivitäten, oder die Domänen, die die Kontexte für ihre Realisierung bieten oder auch die Aufgaben, in denen die Kompetenz zum Ausdruck kommt.

Der Referenzrahmen skizziert Szenarien, die zeigen, dass es möglich ist, auch im core curriculum zu differenzieren, und dass dies bereits in der Grundschule für die erste Fremdsprache möglich ist.

Bausteine für ein flexibles Curriculum können Module sein, kurze von außen erkennbare und daher zertifizierbare Lernsegmente, die über eine relative Autonomie verfügen und zugleich eine interne, pädagogische Differenzierung ermöglichen. Sie können miteinander kombiniert und intern weiter untergliedert werden können, um unterschiedlichen Lernstilen gerecht zu werden. Zweifellos sind es Curricula dieser Art, die die Lernenden benötigen.