Für eine interkulturelle Kommunikation

In jeder Kommunikation – auch die unter Gesprächspartnern desselben Kulturkreises – soll man Verständigungsschwierigkeiten überwinden. Dies gilt umso mehr in einer interkulturellen Interaktion, in der Missverständnisse leichter auf kulturell geprägte Denkmuster zurückgeführt werden können. In frage kommen hier hauptsächlich das Verhältnis zur Autorität; die zwischenmenschlichen Beziehungen, verbunden mit dem Bild, das jedes Individuum von sich selbst wie auch von männlichen und weiblichen Rollen hat; die Unsicherheitsvermeidung, die sich vor allem in den Konfliktsituationen und im Umgang mit der Zeit ausdrückt.

Damit die Lernenden lernen, Zweifel zu äußern, und fähig werden, mit dem Gesprächspartner den Sinn der Interaktion auszuhandeln, ist es daher notwendig, dass man sich im Unterricht auf Musterdialoge mit einem nicht vorhersehbaren Verlauf stützt, wo die Gesprächspartner sich „bemühen“ müssen, Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden.

Dieser Beitrag ist in der Zeitschrift lend 1/2007, S. 17-34 erschienen.